Die Stunde der Unruhe

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„Wer bin ich in dieser Unwirklichkeit? Ich weiß es nicht. Irgend jemand werde ich wohl sein.“,

so der Hilfsbuchhalter Bernado Soares in dem in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstandenem „Das Buch der Unruhe“ von Fernando Pessoa. Die Frage nach der Identität hat sich im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts nicht gerade vereinfacht: Wer sind wir zwischen persönlichen Wunschvorstellungen, beruflicher Realität, second life, zig verschiedenen Telefontarifen und unseren Genen? Ein Blick auf die aktuelle Weltlage mit Klimakatastrophe, Finanzkrise und ausgehenden Rohstoffen trägt nicht gerade zur Beruhigung bei. Und das sollen wir in Zeiten der Individualisierung alles mit uns alleine ausmachen?

In der Auseinandersetzung mit diesen Themen und Pessoas Werk entstand eine Arbeit, die auf assoziative Weise eine Vorstellung von dem Zusammenspiel von äußerer Realität und innerweltlichen Vorgängen gibt.

Regie: Boris Mercelot
Spiel: Markus Draxler
Dramaturgische Begleitung: Andreas Browa